Das 'Mellerud-Kaninchen'
eine schwedische regionale Landkaninchenrasse
vorgestellt von Ylva Mårtensson 
(Korrespondenz in englischer Sprache übersetzt von Melanie Kaczmarek)
Mellerud Kaninchen sind ein Teil der alten Bauernhof-Kaninchen, die einst in den südlichen und mittleren Teilen des gesamten Schwedens vorkamen. Ein Teil der Population war auf der Insel Gotland beheimatet, und wir haben uns die Arbeit gemacht, alle diese Kaninchen zu dokumentieren und in den etwa dreißig letzten Jahren zu registrieren.
Da diese Kaninchen in den landwirtschaftlichen Betrieben auf der Insel Gotland gefunden wurden, werden sie Gotland Kaninchen genannt, wir gehen aber davon aus, das dies ein Rest (vielleicht ein Viertel) von einer ursprünglich viel größeren Population ist.
Etwa vor sieben oder acht Jahren hörten wir von einem anderen Hof, der ebenfalls Kaninchen der 'alten Art' hatte, in etwa die gleiche Linie von Tieren. Die waren aber von den übrigen Gotlandkaninchen ohne Einführung neuer Zuchttiere von außen seit den dreißiger Jahren (mit Ausnahme von zwei Tieren, etwa im Jahre 1940) isoliert.
Es war eine 'alte Jungfer', taub und stumm, die vor Ort (in der Nähe der kleinen Stadt Mellerud) für ihre hartnäckige Art zu leben bekannt war, so wie auch ihre Eltern schon immer in kleinbäuerlicher Tradition gelebt haben.
Durch die Hilfe ihres Bruders gelang es uns, zunächst ein paar ihrer Tiere zu kaufen und ein paar Jahre später, als sie sich wegen ihres hohen Alters vom Hofbetrieb auf das 'Altenteil' zurückzog, bekamen wir den Rest ihrer Tiere. Das sind die Urahnen (die ersten Tiere im Erhaltungszuchtregister) der Mellerud Kaninchen.
Obwohl sie als ein Teil der alten Art von schwedischen Landkaninchen ebenso wie die Gotlandkaninchen angesehen werden, und wahrscheinlich sogar eine Unterart der 'Gotländer' sind, haben wir beschlossen, sie wegen der langen Isolation von anderen Rassen als eigenständige Rasse 'Mellerud Kaninchen' zu führen.
Die alte Dame hat uns berichtet, dass sie in ihren frühen Tagen (den dreißiger Jahren), als ihre Eltern diese Kaninchen hatten, alle Arten von verschiedenen Farben gesehen hat, aber im Verlaufe der Jahre ging die Vielfalt der Farbenschläge 'verloren' und in den letzten Jahrzehnten gab es das Kaninchen nur noch in Albino (weiß mit roten Augen) und Schwarz - weiß (ähnlich der Holländerkaninchen, aber bei weitem nicht so deutlich und perfekt wie in der Show-Rasse).
Ausgewachsene Tiere erreichen ein Gewicht von 3-3,5 kg.
Sie sind relativ lebhaft, aber sanft und haben in der Regel einen sehr guten, ausgeglichenen Charakter. Ihre Fruchtbarkeit ist nicht so gut wie die der 'Gotländer', aber sie haben 2-8 Junge pro Wurf. In meinem letzten Wurf gibt es vier Junge. Die Mutter kümmert sich bestens um die Jungtiere.
Ich biete Mellerud Kaninchen regelmäßig zum Verkauf. Im Moment habe ich einen jungen Albino-Rammler (geboren 01.06.09) der ein neues Zuhause sucht. Ich kann Ihnen auch helfen, nach einem passenden Weibchen für Sie zu suchen. Beiliegend ein Foto von meinem Rammler 'Timbuktu' (s.l.), ein Youngster (Jungtier).
Nächstes Jahr werde ich neue Würfe zur Verfügung und auch zum verkaufen (wegen des schwedischen Klimas haben wir selten Würfe in der Winterzeit), und dann kann ich Ihnen helfen, eine passende Partnerin zu finden.
Aber ich bin nicht sicher, wie der Kaninchentransport nach Deutschland möglich ist.
Ich bin auch nicht sicher, was an Zollformalitäten notwendig ist. Dies muss nachgeforscht werden. Ich kenne eine Züchterin, die Gotländer hat, und sie reist regelmäßig nach Deutschland - da sie von da stammt und dort ihre Verwandten besucht. Ich weiß, sie hat auch schon Gotländer nach Deutschland gebracht, für Kaninchenfreunde von ihr, die in Deutschland beginnen, sie züchten. Ich kann sie fragen, wie sie das tut und ob sie die Tiere beim nächsten Mal, wenn sie nach Deutschland geht, mitnehmen kann.
Wo ich in Schweden (nördlich von Stockholm) lebe, gibt es keine wilden Kaninchen, daher sind die Krankheiten RHD und Myxomatose bei uns fast unbekannt. Deshalb habe ich keine Impfung für sie. Aber wenn ich die Kaninchen nach Deutschland exportiere, von wo ich gehört habe, dass diese Krankheiten eine echte Bedrohung für die Gesundheit und das Leben von Kaninchen darstellen, werde ich mich mit meinem Tierarzt beraten, ob es möglich ist, vor dem Abtransport zu impfen. .
Ich schicke Ihnen auch zwei Fotos von 'Melleruds' mit Plattenzeichnung, aber weil ich einige technische Probleme habe, bin ich immer nur in der Lage, ein Foto zu malen.

Ich hoffe, ich habe ein paar Antworten auf Ihre Fragen gegeben, und wenn Sie weitere Informationen erhalten möchten, lassen Sie es mich wissen, und ich werde versuchen, Ihnen zu helfen.
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Westfalen-Schecken und andere Weißohren
Eine deutsche Schlachttierrasse schon vor ca. 20 Jahren u.a. von Michael Schlaphof (BDK 9D1) gezüchtet, erforscht von Anja Rose, Lüdinghausen.
Lutino, eine in manchen Ländern (Skandinavien) anerkannter Farbenschlag bei Zwergkaninchen (Standard folgt!) Hier ein Satin-Lutino in rot-weiß Das Lutino-Gen bewirkt,
Einen tollen Bericht gibt es dazu unter:
www.kaninchenwissen.de/knowledge/kb_show.php?id=55
Foto oben:
Westfalen-Schecke, gelb
geb April 07 (privates Täto AR 471) gutes Muttertier, großrahmig,
Gewicht über 6-7kg (geschätzt)
Foto rechts:
Der heutige Vorsitzende des 9D1
inmitten seiner Weißohrfamilie,
entstanden etwa 1990
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Von der gleichen Züchterin mit freundlicher Genehmigung:
Das 'Lutino-Kaninchen'
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und das gleiche Tier im Vergleich
zu einem 'normalen' roten
Satinzwerg. Man erkennt deutlich
den Farbunterschied in der
Fallfarbe, der aber nicht durch
das Lutino-Gen verursacht wird,
da ich bereits kräftig rote
Satin-Lutinos gesehen habe.
dass schwarze Farbanteile
wegfallen und dann nur die
roten Farbanteile noch zu sehen
sind. Dies hat Auswirkungen
auf die Augenfarbe, welche in
einem warmen Rotton erscheint.
Zum Vergleich zwei Nahaufnahmen bei gleichen Lichtverhältnissen eines Albino-Auges (links oben)
und eines Lutino-Auges (links unten). Daneben ein Shadow, das ist die eisengraue Farbe
kombiniert mit dem Lutinofaktor, mittig mit Blitz, rechts ohne Blitz fotografiert.


Hier ein Rassebericht von Ursula Glauser (9D1), Schweiz (veröffentlich in 'Tierwelt' Ausg. 41/2008 vom 10.10.2008,
den wir hier mit ausdrücklicher Genehmigung verknüpfen:
www.file-upload.net/download-2051854/Bericht-Lutinos.pdf.html
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