Beschreibung Löwenzwerge

Das Löwenzwergkaninchen ist eine der jüngsten Rassen unter den Kaninchen und von keinem der beiden deutschen Verbände anerkannt. Anerkennung hat diese Rasse inzwischen in England, Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden gefunden, in den USA ist nur die Siamfarbe/gelb genehmigt. 

Ende der 1980er Jahre wurden auf einer Kaninchenfarm langhaarige Fehkaninchen mit kurzhaarigen Zwergkaninchen verpaart, und die heute bekannten Löwchen herauszuzüchten. 1993 wurde der erste richtige Löwenkopf in der Farbe 'Sand' geboren. Damit wurde weitergezüchtet und die Rassenmerkmale, die typischen langen Haare um den Hals, gefestigt. 

Eine zweite Zuchtlinie ist möglicherweise aus der Kreuzung mit Belgischen (Genter) Bartkaninchen entstanden. 

2002 Auch die Freunde der kleinen Löwenkopfkaninchen organisieren sich: Der Löwenclub wird gegründet, Rassebeschreibungen und eine beachtliche Mitgliederliste werden veröffentlicht.

2006 werden die ersten Tiere aus England und Skandinavien in Deutschland auf der Europa-Schau in Leipzig dem fachkundigen Publikum präsentiert.

In den letzten 15 Jahren wurden praktisch sämtliche Farben der Zwergkaninchen auch auf die Löwenköpfchen übertragen. 

Alle 'Löwen' haben eine 4-10cm lange Fellmähne um den Hals und ansonsten normales kurzes Haar. Die Löwen der zweiten Zuchtrichtung haben darüber hinaus auch noch die typische Fellverteilung der BB an der Hinterhand oder an den Seiten. 

In der Zukunft wird es sich zeigen, ob die sich eine - oder die andere Zuchtrichtung durchsetzt, oder die Rasse sich in Löwenmähnenzwerge oder Zwergbartkaninchen aufteilt. 

Um die typischen Löwenmähne ohne übriges langes Fell der Angora oder Fuchskaninchen zu festigen, bedarf es in beiden Linien noch einige Jahre selektiver Zuchtarbeit. 

Während der ersten Phase des Anerkennungsverfahrens - zwei Jahre - werden einige Bestimmungen der Musterbeschreibung absichtlich großzügiger definiert, um so eine Festigung des vorhandenen Tierbestands zu erreichen. Dies betrifft insbesondere das Gewicht, die Ohrlänge, sowie Zeichnung und Abzeichen.

 

Vermutliche genetische Formel für ein wildfarbenes Tier der Linie aus Fuchskaninchen:

 ABCDGMv(fu)

sog. 'doppelte' Mähne, oder spalterbig die sog. 'einfache' Mähne

 ABCDGMv(fu)
ABCDGmv(fu)

Vermutliche genetische Formel für ein wildfarbenes Tier der Linie aus Bartkaninchen:

 ABCDGMz

sog. 'doppelte' Mähne, oder spalterbig die sog. 'einfache' Mähne

 ABCDGMz
ABCDGmz




Musterbeschreibung befristet auf 2 Jahre:

Bewertungsskala

1. Gewicht

20 Punkte

2. Körperform, Typ und Bau

20 Punkte

3. Fellhaar

15 Punkte

4. Kopf und Ohren

15 Punkte

5. Deckfarbe bzw. Zeichnung

15 Punkte

6. Unterfarbe bzw. Farbe

10 Punkte

7. Pflegezustand

   5 Punkte

 

 

 

100 Punkte

Gewichtsbewertung

0,90         bis 1,00      bis 1,10    1,10 bis 1,35     bis 1,50      bis 1,60       bis 1,75 kg

17           18               19              20                19                18                17 Punkte

1. Gewicht 
Normalgewicht über 1,1 bis 1,35 kg. Mindestgewicht 0,90 kg, Höchstgewicht 1,75 kg. Die Löwenzwerge sind ausgesprochene Zwergkaninchen. Um einerseits einem allzu intensiven Zwergwuchs uns des damit verbundenen Letalfaktors vorzubeugen und andererseits den Typus eines Zwergkaninchens vollendet zu erhalten, gilt als Normalgewicht ausgewachsener Zuchttiere ein solches zwischen 1,1 und 1,35 kg.


2. Körperform, Typ und Bau
Als ausgesprochene Zwergkaninchen weichen die Farbenzwerge im Typ ganz erheblich von den übrigen Rassen ab. Die Körperform ist gedrungen, walzenförmig, vorne und hinten gleichmäßig breit. Der Rumpf ist kurz und die Hinterpartie gut abgerundet.
Die kurzen Läufe sind dem Zwergtyp angepasst. Die Blume ist klein und liegt fest am Körper an. Der Körper der Häsin unterscheidet sich von dem des Rammlers kaum und ist wie der des Rammlers von jeglichem Wammenansatz frei.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Leichte Abweichungen vom Typ, insbesondere leicht verjüngte oder leicht gestreckte Form.
Schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«. Insbesondere stark vom Typ abweichender schmaler und lang gestreckter Rumpf. Wammenansatz bei beiden Geschlechtern.


3. Fellhaar
 
Das besondere Rassemerkmal dieser Kaninchen sind die ausgeprägten Mähnen und Schöpfe der Tiere. Ansonsten  ist das Fell am ganzen Körper gleichmäßig kurz, dicht, weich und fein begrannt. Das Fellverteilungsmuster der Belgischen (Genter) Bartkaninchen ist zulässig. 

Leichte Fehler: siehe Belgische Bartkaninchen.
Schwere Fehler: siehe Belgische Bartkaninchen, besonders: Ohrpüschel des Angora, Langhaar des Angora bzw. Teddyzwerges, Mähne unter 4 bzw. über 10 cm Länge.


4. Kopf und Ohren

Im Verhältnis zur Kleinheit des Tieres ist der Kopf groß und tritt markant in Erscheinung. Er ist kurz und kräftig, Stirn und Schnauzpartie sind breit aber nicht so stark entwickelt, wie beim Hermelin oder Farbenzwerg. Der Kopf sitzt dicht am Rumpf. Die Augen sind groß und treten etwas hervor. Der Kopf der Häsin tritt ebenfalls markant in Erscheinung.

Die Ohren sind, der Zwergform entsprechend, relativ kurz, sollen aber dennoch in einem harmonischen Verhältnis zur Größe des Kopfes und des Rumpfes stehen. Als ideal gilt eine Ohrenlänge von 6 cm je nach Größenrahmen des Tieres. Die Mindestlänge beträgt 4,75 cm, die Höchstlänge 7,5 cm. Die Ohren sollen von vorne gesehen, ein 'V' bilden, damit der Mähnenschopf deutlich in Erscheinung treten kann. Sie sollen, der Zwergrasse entsprechend, kräftig und fest im Gewebe und oben schön abgerundet sein.

Leichte Fehler: Nicht entsprechend ausgeprägte Kopfbildung. Tief liegende Augen. Etwas lange Ohren über 6 cm bis zur Höchstlänge von 7,5 cm: Abzüge je nach Grad der Abweichung und nach Gesamterscheinungsbild - in der Regel für jeden halben Zentimeter ein Punktabzug. Etwas grob erscheinende Ohren; breit getragene Ohren; dünne, faltige oder spitze Ohren.
Schwere Fehler: Häsinnenkopf beim Rammler; ausgeprägter Rammlerkopf bei der Häsin. Zu kurze Ohren unter 4,75 cm oder zu lange Ohren über 7,5 cm. In der Haltung stark abweichende, sehr dünne oder zu grob strukturierte Ohren.


5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit, Zeichnung bzw. Abzeichen

Anerkannt sind alle in den Normalhaarrassen anerkannten einfarbigen Farbenschläge, dazu Tiere in Bi- und Tri- Color. Die Anforderungen der Ausgangsrassen sind mit Rücksicht auf die Mähne bzw. das längere Flankenhaar der Löwenzwerge sinngemäß anzuwenden. Bei Bi- und Tri-Color ist auf eine gleichmäßige Verteilung der Farben zu achten, wenn ein Aalstrich gezeigt wird, soll dieser vom Nacken bis unmittelbar vor der Blume gleichmäßig und durchgängig vorhanden sein.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.
 

6. Farbe bzw. Zwischen- und/oder Unterfarbe
Anzuwenden sind die entsprechenden Forderungen der betreffenden Ausgangsrassen unter Berücksichtigung des folgenden Bewertungsspiegels und der besonderen Anforderungen an das Fellhaar der Löwenkopfzwerge.
Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten ebenfalls prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.  


7. Pflegezustand
Siehe »Allgemeines«. Ausstellungskondition und gute Pflege wird vorausgesetzt. Kein Filz - beschnittene Krallen - saubere Geschlechtsecken. Die Tiere werden vielfach extensiv in Gruppen gehalten (artgerecht), kleine Kratzer und verheilte Bisswunden sind daher nicht zu vermeiden und werden nicht bestraft.

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Beschreibung Löwenwidder

Etwa 1998 wurden Löwenzwerge mit Zwergwiddern gekreuzt und so entstand die sehr neue und gleichfalls nicht anerkannte Rasse Löwenwidder. Die Rassenmerkmale sollten analog des Zwergwidders sein. Die Mähne wie beim Löwenzwerg. 

Auch hier ist eine zweite Zuchtlinie möglicherweise aus der Kreuzung mit Belgischen (Genter) Bartkaninchen entstanden, die darüber hinaus auch noch die typische Fellverteilung der BB an der Hinterhand oder an den Seiten aufweisen. Diese werden fälschlicher Weise oft als 'Pekingteddy' deklariert.

Die Löwenwidder sind eine beliebte nicht anerkannte Zwergkaninchenrasse, was bestimmt mit ihrem niedlichen Aussehen, und der pflegeleichten Mähne zu tun hat. Normalerweise muss die Mähne eines Löwen kaum gebürstet werden, lediglich auf Verunreinigungen oder Haarnester/-filz muss regelmäßig geachtet werden. 

Während der ersten Phase des Anerkennungsverfahrens - zwei Jahre - werden einige Bestimmungen der Musterbeschreibung absichtlich großzügiger definiert, um so eine Festigung des vorhandenen Tierbestands zu erreichen. Dies betrifft insbesondere das Gewicht sowie Zeichnung und Abzeichen.

Vermutliche genetische Formel für ein wildfarbenes Tier der Linie aus Fuchskaninchen:

 ABCDGMv(fu)

sog. 'doppelte' Mähne, oder spalterbig die sog. 'einfache' Mähne

 ABCDGMv(fu)
ABCDGmv(fu)

Vermutliche genetische Formel für ein wildfarbenes Tier der Linie aus Bartkaninchen:

 ABCDGMz

sog. 'doppelte' Mähne, oder spalterbig die sog. 'einfache' Mähne

 ABCDGMz
ABCDGmz


   
Musterbeschreibung befristet auf 2 Jahre:
Bewertungsskala 



1. Gewicht

20 Punkte

2. Körperform, Typ und Bau

20 Punkte

3. Fellhaar

15 Punkte

4. Kopf und Ohren (Behang)

15 Punkte

5. Deckfarbe bzw. Zeichnung

15 Punkte

6. Unterfarbe bzw. Farbe

10 Punkte

7. Pflegezustand

   5 Punkte

 

 

 

100 Punkte

 

 

 

 

 

 

   

1. Gewicht Normalgewicht über 1,50 bis 2,0 Kg. Mindestgewicht 1,20 Kg. Höchstgewicht 2,25Kg. 

  

Gewichtsbewertung

1,20

bis 1,30

bis 1,40

bis 1,50

1,50 bis 2,0

bis 2,10

bis 2,25 Höchstgewicht

16

17

18

19

20

19 

18 

 

2. Körperform, Typ und Bau
Der Körper ist kurz gedrungen, breitschultrig und mit einer schönen Rückenlinie, einem breiten, gut abgerundeten Becken und einem kurzen, kräftigen Nacken ohne sichtbaren Hals versehen. Die Läufe sind kurz und mittelstark. Die Häsin ist etwas feiner als der Rammler und frei von jeglichem Wammenansatz.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Leichte Abweichungen vom Typ, insbesondere leicht verjüngte oder leicht gestreckte Form.
Schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«. Insbesondere stark vom Typ abweichender schmaler und lang gestreckter Rumpf. Wammenansatz bei beiden Geschlechtern.

3. Fellhaar
Das besondere Rassemerkmal dieser Kaninchen sind die ausgeprägten Mähnen und Schöpfe der Tiere. Ansonsten  ist das Fell am ganzen Körper gleichmäßig kurz, dicht, weich und fein begrannt. Das Fellverteilungsmuster der Belgischen (Genter) Bartkaninchen ist zulässig.

Leichte Fehler: siehe Belgische Bartkaninchen, leichte Filzbildung.
Schwere Fehler: siehe Belgische Bartkaninchen, besonders: Filzbildung, Ohrpüschel des Angora, Langhaar des Angora bzw. Teddyzwerges. Mähne unter 4 bzw. über 10 cm Länge.

4. a) Kopfbildung
Für beide Geschlechter typisch ist der ausgeprägte Widderkopf, der kurz und kräftig zu sein hat, eine breite, gut entwickelte Schnauzpartie und starke Kinnbacken sowie eine breite Stirn und eine schöne Ramsnase aufweist.

Leichte Fehler:
Wenig entsprechend den Rasse - und Geschlechtstyp ausgeprägte Kopfbildung.
Schwere Fehler: Völliges Fehlen des Widderkopftyps; Häsinnenkopf beim Rammler; ausgeprägter Rammlerkopf bei der Häsin.

4. b) Behang
Der Behang besitzt an den Ohrenansätzen ausgeprägte Wulste (Krone) und wird hufeisenförmig, mit der Schallöffnung nach innen zum Kopf getragen.  Der Behang ist stabil im Gewebe und an den Enden gut abgerundet. Die Länge des  Behanges beträgt 22 - 28 cm.

Leichte Fehler: Schwach entwickelte, flache Krone. Schwache, dünne, zusammengefaltete Ohren. Schlecht getragener oder abstehender (schwebender) Behang. Etwas kurzer oder langer, nicht zur Körpermasse passender Behang.
Schwere Fehler: Zeitweiliges Aufrechttragen eines oder beider Ohren; weniger als 22 cm oder mehr als 28 cm Behanglänge.
 

5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit, Zeichnung bzw. Abzeichen
Anerkannt sind alle in den Normalhaarrassen anerkannten einfarbigen Farbenschläge, dazu Tiere in Bi- und Tri- Color. Die Anforderungen der Ausgangsrassen sind mit Rücksicht auf die Mähne bzw. das längere Flankenhaar der Löwenwidder sinngemäß anzuwenden. Bei Bi- und Tri-Color ist auf eine gleichmäßige Verteilung der Farben zu achten, wenn ein Aalstrich gezeigt wird, soll dieser vom Nacken bis unmittelbar vor der Blume gleichmäßig und durchgängig vorhanden sein.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.
 

6. Farbe bzw. Zwischen- und/oder Unterfarbe
Anzuwenden sind die entsprechenden Forderungen der betreffenden Ausgangsrassen unter Berücksichtigung des folgenden Bewertungsspiegels und der besonderen Anforderungen an das Fellhaar der Löwenwidder.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten ebenfalls prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.  

  

7. Pflegezustand
Siehe »Allgemeines«. Ausstellungskondition und gute Pflege wird vorausgesetzt. Kein Filz - beschnittene Krallen - saubere Geschlechtsecken. Die Tiere werden vielfach extensiv in Gruppen gehalten (artgerecht), kleine Kratzer und verheilte Bisswunden sind daher nicht zu vermeiden und werden nicht bestraft.

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Löwenzwerg, Angora (Angoralöwenzwerg) 

Angorazwerge sind vermutlich aus der Verpaarung zwischen Löwenkaninchen und Angora- bzw. Angorazwergen, vor allem in den Niederlanden parallel zum Teddykaninchen entstanden. Es ist vom Erscheinungsbild ein Angorazwerg mit Mähne. Von den Varianten des Angora sind sowohl der französische (ohne extreme Ohrpüschel) als auch der deutsche Typ (mit ausgeprägten Ohrpüscheln) zulässig. Der englische Typ mit Haarlängen von 15 cm und mehr wird aus Tierschutzgründen abgelehnt, ebenso ist zur Zucht großer Wert auf die Zusammenstellung der Zuchtpaare hinsichtlich der Vermeidung des Zwergen - Gens (Letalfaktor) zu legen, der Rahme der Körpermasse fängt an mit 900 Gramm - wie Löwenzwerge, und endet mit dem Maximalgewicht von 1,75 kg, wie die Angorazwerge. Das Normalgewicht sollte zwischen 1,3 und 1,5 kg liegen, also leicht über dem der anderen Zwergkaninchenrassen.

Körperform und Bau sollte ein Angora mit Mähne im Stil eines klassischen Zwergkaninchens einschließlich der Walzenform sein. Die Ohren sind etwas länger erwünscht  (bis zu 8 cm), und benötigen eine größere Aussteifung, als bei den Zwergkaninchen erwünscht, um die kräftige Behaarung, insbesondere beim deutschen Typ die Ohrpüschel, zu tragen.

Wie beim Angora/Angorazwerg soll die Wolle ein dichtes Flies von wenigstens 5 cm Länge darstellen, Längen von mehr als 15 cm müssen aufgrund der tierschutzrechtlichen Situation (Qualzucht!) von der Bewertung ausgeschlossen werden.

Rein vererbende Tiere (mit ?doppelter Mähne') zeigen in den ersten Tagen nach der Geburt wie Bart-, Löwen- und Teddykaninchen den sog. 'Löwenkeil', ein dreieckiges Fellzeichen mit der Basis im Nacken und der Dreiecksspitze in Richtung Rücken verlaufend). Bei Verpaarung der spalterbigen Angoralöwenzwerge mit reinerbigen Teddyzwergen fallen ausschließlich Teddyzwerge.

Die Rasse ist bislang nicht anerkannt, und stellt eine weitere Form der Rassekaninchen in Bezug auf die Kombination 'Haarstruktur-Mähne' und 'Langhaar' dar.

 

Vermutliche genetische Formel für ein wildfarbenes Tier:

 ABCDGMv

sog. 'doppelte' Mähne, oder spalterbig die sog. 'einfache' Mähne

 ABCDGMv
ABCDGmv

 

 

Musterbeschreibung

in Anlehnung an den EE-Standard 'Angorazwerge'

Bewertungsskala

            1.         Gewicht                                           10 Punkte
            2.         Typ und Körperform                      20 Punkte
            3.         Wolldichte und -länge                  20 Punkte
            4.         Wollstruktur                                    15 Punkte
            5.         Rassenmerkmale                         15 Punkte
            6.         Farbe                                               15 Punkte
            7.         Pflegezustand                                  5 Punkte
                        Gesamt                                         100 Punkte

  

Zu 1.  Gewicht
von  0,9 kg bis 1,10 kg                                             8 Punkte
bis   1,3 kg                                                                  9 Punkte
von  1,3 kg bis 1,75  kg Höchstgewicht              10 Punkte

Normalgewicht über 1,3 bis 1,5 kg. Mindestgewicht 0,90 kg, Höchstgewicht 1,75 kg. Die Angoralöwen sind ausgesprochene Zwergkaninchen. Um einerseits einem allzu intensiven Zwergwuchs uns des damit verbundenen Letalfaktors vorzubeugen und andererseits den Typus eines Zwergkaninchens vollendet zu erhalten, gilt als Normalgewicht ausgewachsener Zuchttiere ein solches zwischen 1,3 und 1,5 kg. 

Zu 2.
Der Körper ist relativ gedrungen, vorne und hinten gleich breit, die Rückenlinie ist recht kurz und hinten gut abgerundet. Der Kopf ist kräftig. Die Läufe sind und kräftig. Die Ohren sind von kräftiger Struktur und entsprechen in ihrer Länge der Körpergröße. Die Ohrlänge beträgt maximal 8 cm. 

Zu 3.
Die Wolle soll dicht voll entwickelt vorhanden sein, sodass der Haarboden bedeckt ist. Die Wolle soll am ganzen Körper einschließlich Bauch gleich dicht vorhanden sein. Die Mindest-Wolllänge ist 5 cm. Der englische Angoratyp mit Wolllängen von über 15 cm ist aus Gründen des Tierschutzes zu vermeiden.  

Zu 4.
Die stark vorherrschende Unterwolle besteht aus seidenweichem, gewelltem Wollhaar. Zwischen Unterwolle und Grannenhaar liegt das Wollvlies, es überragt die Unterwolle, ist nur leicht gewellt und endet mit einer feinen Grannenspitze. Das Grannenhaar ist in seiner Struktur gerade und tritt mit kräftiger Spitze aus dem Wollvlies hervor.  

Zu 5.
Die Rassenmerkmale sind Mähne, Stirnbüschel, Backenbart und Behang der Läufe. Der französische Typ hat keine oder wenig ausgeprägte, der deutsche Typ ausgesprochen ausgeprägte Ohrbüschel. 

Zu 6.
Die zugelassenen Farbenschläge sind die der Löwenzwerge. Es ist zu beachten, dass die kürzer behaarten Stellen, Ohren, Kopf, und Läufe, dunkler erscheinen.   

Zu 7.

Siehe Allgemeines. Ausstellungskondition und gute Pflege wird vorausgesetzt. Kein Filz - beschnittene Krallen - saubere Geschlechtsecken. Die Tiere werden vielfach extensiv in Gruppen gehalten (artgerecht), kleine Kratzer und verheilte Bisswunden sind daher nicht zu vermeiden und werden nicht bestraft. 

Leichte Fehler
Allgemeine leichte Form-, Fell- und Farbfehler; wenig dichte Wolle; ungleichmäßiges Wollwachstum: kleine Filzstellen; zu reichliches Grannenhaar; wenig Unterwolle; zu feine, wattige Wolle; schwache Rassenmerkmale. 

Schwere Fehler
Allgemeine schwere Form-, Fell- und Farbfehler; unter 5 und über 15 cm Wolllänge; große Kahlstellen; sehr dünne Wolle; starker Filz; Fehlen der Wellung; überwiegendes Grannenhaar; Fehlen eines oder mehrerer Rassemerkmale.