Der Zwergwidder niederländischen Typs
(Quelle: NHD Club/Niederlande, Bearbeitung: Melanie Kaczmarek)


Der Nederlandse Hangoor Dwerg (NHD) besteht über 30 Jahre und ist  durch eine Verpaarung zwischen einem Französischen Widder und einem Hermelinkaninchen entstanden. Nach einer Reihe von Jahren war ein  Widder  'en miniature' entstanden, aber dieser war dem heutigen NHD nicht ähnlich.

Das NHD - Kaninchen ist ein Gesellschaftstier, dass sich vorzüglich mit Kindern versteht. Es hat einen ruhigen Charakter, ist nicht agressiv und läßt sich manchmal, ohne gereizt zu reagieren, lange streicheln . Der NHD ist ein wahres Hätscheltier, an dem man sehr viel Freude haben kann. Es ist eine der jüngsten Kaninchengruppen der Zwergrassen und ist eine Kreation des bekannten Loh-Züchters und Preisrichters Herrn Adriaan de Cock. Er hat etwa 12 Jahre gezüchtet, bevor er die ersten Produkte seiner Züchterkunst ausstellen konnte. Mit Ausdauer und endloser Geduld hat er es am Ende geschafft, eine Miniaturform der 5 bis 6 kg schweren Deutschen bzw. Französischen Widder zu züchten.

Sachverständige Züchter und Preisrichter, die von diesem Versuch hörten, einen Zwerg mit Hängeohren zu züchten, fanden es sei Zeitvergeudung. Einer der Fähigsten nannte es sogar eine Utopie. Die Beschäftigung mit seiner Liebhaberei ist für einen Mensch nach seinen täglichen Sorgen eine von vielen Möglichkeiten der Entspannung und Erholung. Das Wort Utopie kann in solch einem Fall nur eine Herausforderung und eine anregende Kraft sein. Die Probleme, die das Kombinieren der Hängeohren mit einem sehr kleinen Kanichenkörper gegeben hat, lassen wir außer Acht. Herrn de Cock kommt der Verdienst zu, dass er so eine Aufgabe erledigt hat, und kann sich über die grosse Beliebtheit, die seine Rasse seitdem erworben hat, freuen. Viele Menschen haben sich diese Rasse angeschafft, und versuchen die Rasse weiter zu verbessern. Dies ist ein mühsamer Weg aber glücklicherweise gibt es Züchter - auch im Deutschen Sprachraum - die das richtige Gefühl für diese Rasse haben.

Rassestandard der NHD
Um eine gute Vorstellung zu erhalten, wie ein NHD-Kaninchen aussehen soll, kann man am Besten erst einmal einen preisgekrönten Deutschen Widder auf einer Schau studieren. Dies ist nämlich das große Muster des NHD, und wir sollten immer darauf achten, daß der NHD eine Miniatur des großen Widders sein soll. Die Tiere werden  nach dem Standard des Nederlandse Konijnenfokker Bond (Niederländische Kaninchenzüchter Bund) gezüchtet, worin beschrieben wird, wie der NHD aussehen soll.

Nach diesem Standard sollen die Tiere einen kurz gedrungen Typ haben, mit einer gut abgerundeten Hinterseite (dies nennt man die Hinterpartie). Das Gewicht liegt zwischen mindestens 1250 bis höchstens 1700 Gramm . Die Vorderlaüfe sollen kräftig sein, und das Fellhaar  schön glatt. Der Kopf soll dick und rund sein, und die Ohren, die zwischen 21 und 26 cm lang sein dürfen, sollen straff entlang des Kopfes hängen, mit der Schallöffnung nach innen, ohne Falten. Die Ohren sind löffelförmig und an den Enden abgerundet. Fernerhin sind Anforderungen gestellt an die Farbe, sowie die Zeichnung bei gescheckten Tieren. Einen deutsprachigen verbindlichen Standard gibt es noch nicht.

Die britischen 'Mini Lops' und ihr Standard entsprechen im wesentlichen den züchterischen Vorgaben und den Rassemerkmalen unserer niederländischen Kollegen.


Beispiele in den Niederlanden anerkannter Farben, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Grau
Die Farbe entspricht der des wilden Kaninchen. Die Deckfarbe wird durch schwarze Haarspitzen (Grannenspitzen) an den hell- braungrauen Deckhaaren gebildet. Die Brust und die Flanken sollen  möglichst der Farbe am Rücken entsprechen, folglich auch mir Grannenspitzen. Ebenfalls sind die Beine gefärbt, sofern sie nicht weiss sind. Die Deckfarbe darf nicht zu dunkel sein (zu weit schwarz gefärbte Haarspitzen), und man sollte auf der Hut sein vor einer zu roten Deckfarbe. Die Grannenspitzen sollen regelmässig sein und nicht flockig oder gewellt. Der Nackenkeil ist braun mit blauer Grundfarbe. Bei allen wildfarbigen soll der Nackenkeil so klein wie möglich sein. Die Farbe ist dabei gleich wie die Zwischenfarbe. Der Bauch ist weiss mit blauer Grundfarbe. Auch die Unterseite der Blume, die Hinterseite der Vorderläufe und Innenseite der Hinterläufe, sowie die Unterseite des Kopfes sind weiss oder leicht gefärbt. Die Augenringe sind etwas heller gefärbt ohne Grannenspitzen. Die Ohren sind schwarz umsäumt. Die obere Seite der Blume ist dunkelgrau. Die Augenfarbe ist dunkelbraun. Die Krallen sind dunkel hornfarbig. Die Deckfarbe geht  in eine braungraue Zwischenfarbe über, die etwas kräftiger schattiert ist, als die braungraue Deckfarbe. Die Grundfarbe ist graublau.


Perlfeh:
Die Farbe entspricht Grau, aber die Haarspitzen, die bei wildgrauen Farbenschlag schwarz sind, erscheinen bei perlfeh in Blau. Der Bauch ist weiß mit blauer Grundfarbe. Die Augenfarbe ist blaugrau. Die Krallen sind hornfarbig. Die Zwischenfarbe und die Grundfarbe sind heller gefarbt als bei Grau.


Eisengrau:
Die Deckfarbe wird durch hellgraue Deckhaare geformt, die schwarz getoppt sind. Die Mischung von Grau mit Schwarz formt eine lebendige warme Farbe, wobei Grau vorherrscht. Die Deckfarbe soll dann auch nicht zu dunkel sein. Sie soll sich regelmäßig über den ganzen Körper ausstrecken, mit Ausnahme des Nackenkeils, der dunkelbraun ist. Die Bauchfarbe soll möglichst der Farbe am Rücken und Flanken entsprechen. Die Ohren sind schwarz umsäumt. Die obere Seite der Blume ist fast schwarz, die Unterseite ist bläulich. Die Augenfarbe ist dunkelbraun. Die Zwischenfarbe bildet eine schmale, nicht scharf begrenzte, dunkelbraune Zone. Die Grundfarbe ist sehr dunkel blau.


Blaugrau:
Die Farbe entspricht Eisengrau, aber die Haarspitzen, die bei eisengrau schwarz sind, sind bei Blaugrau in Blau. Die Bauchfarbe entspricht möglichst der Deckfarbe. Die Augenfarbe ist blaugrau. Die Zwischenfarbe bildet eine schmale, nicht scharf begrenzte, hellbraune Zone. Die Grundfarbe ist blau.


Schwarz:

Züchter: Harold Wolf

Die Deckfarbe ist glänzend tief Schwarz, gleichmäßig von Nasenspitze bis Blumenende. Die Bauch- und Brustfarbe ist etwas matt gefärbt, weil der Glanz der Haare nahezu fehlt. Die Schnurrhaare sind schwarz. Die Krallenfarbe ist dunkelhornfarbig. Die Augenfarbe ist dunkelbraun. Je tiefer sich das Schwarz  zur Wurzel ausstreckt (Zwischenfarbe), desto besser. Die Grundfarbe ist tief Blau, je kräftiger blau desto besser.


Blau:
Die Deckfarbe ist rein glänzend Stahlblau, gleichmäßig von Nasenspitze bis Blumenende. Die Bauch- und Brustfarbe ist etwas matt gefärbt, weil der Glanz der Haare nahezu fehlt. Die Schnurrhaare sind blau. Die Krallenfarbe ist dunkelhornfarbig. Die Augenfarbe ist blau. Die Zwischenfarbe entspricht die Deckfarbe so weit wie möglich. Je tiefer das Blau sich zur Wurzel ausstreckt desto besser. Die Grundfarbe ist etwas heller schattiert.


Isabelle:

Züchter: Stoppels-Haze

Die Deckfarbe ist etwas heller Gelb als Thüringer. Die Deckhaare sind blau getoppt in dem Sinne, dass ein hellblauer Schleier entsteht, der die ganzen Deckhaare umfaßt, ohne zu dunkel zu werden. Die Bauchfarbe und der Schleier sind blau gefärbt, was sich  über die Schnauze, Ohren, Brust, Beine, untere Seite der Schulter, Flanken, Hinterpartie, obere Seite der Blume und den Bauch erstreckt. Die blaue Farbe soll nicht zu dunkel sein. Die Grundfarbe am Bauch ist Crème bis Weiß. Die Spürhaaren sind bläulich gefärbt. Die Krallenfarbe ist hornfarbig, die Augenfarbe ist Blau. Die Zwischenfarbe ist Gelb und wird zur Haarwurzel heller. Die Grundfarbe ist Crème bis Weiß.


Thüringer:
Die Deckfarbe ist Gelbbraun. Die Deckhaare sind schwärzlich getoppt in dem Sinne, dass ein heller Schleier entsteht, der das ganze Deckhaar umfaßt, ohne zu dunkel zu werden. Die Bauchfarbe und der Schleier sind dunkel-schwärzlich gefärbt, was sich  über die Schnauze, Ohren, Brust, Beine, untere Seite der Schulter, Flanken, Hinterpartie, obere Seite der Blume und den Bauch erstreckt. Die Grundfarbe am Bauch ist Crème bis Weiß. Die Schnurrhaare sind dunkel gefarbt. Die Krallen sind dunkel hornfarbig, die Augenfarbe ist Dunkelbraun. Die Grundfarbe ist Crème bis Weiß.


Weiß
Die Farbe ist fleckenlos weiß und frei von Anflug.



Siam - gelb:

Züchter: Wiebren Bijlsma

Die Farbe an Schnauze, Ohren, Rücken, Oben- und Außenseite der Beine, sowie die obere Seite der Blume ist rein Sepia-Braun jedoch etwas heller als Marderbraun. Diese Farbe geht von der Schnauze und Rücken allmählich in eine viel hellere Schattierung am Backen, Stirn, Schulter, Flanken und Schenkel, ohne Flecken oder Streifen über. Der Unterkiefer ist auch heller gefärbt. Ein sepiabraun farbiger Rücken mit einem allmählichen Übergang in eine sehr sanfte Schattierung ist erforderlich. Brust, Unterseite der Schulter, Flanken, Schenkel und Bauch haben also eine sehr sanfte sepiabraunfarbige Schattierung. Je tiefer sich die Deckfarbe zur Wurzel ausstreckt (Zwischenfarbe), desto besser. Die Grundfarbe entspricht möglichst der Deck- und Zwischenfarbe, auch die Bauchfarbe soll beim Hineinblasen noch einigermaßen gelb aussehen.


Siam - blau:
Die Farbe am Schnauze, Ohren, Rücken, Oben- und Aussenseite der Beine sowie der Blume ist rein Blau. Diese blaue Farbe geht allmählich  in eine hellere Schattierung am Backen, Stirn, Schulter, Flanken, Schenkel, ohne Flecken oder Streifen über. Der Unterkiefer ist hellblau marderfarbig. Ein dunkel gefärbter Rücken ist erforderlich. Brust, Unterseite der Schulter, Flanken, Schenkel und Bauch sind sehr sanft schattiert. Die Schnurrhaare sind blau, die Krallen sind hornfarbig. Je tiefer sich die Deckfarbe sich zur Wurzel ausstreckt (Zwischenfarbe), desto besser. Die Grundfarbe entspricht möglichst der Deck- und Zwischenfarbe, auch die Bauchfarbe soll beim Hineinblasen noch einigermaßen blau aussehen.



Marder - braun:
Die Farbe an Schnauze, Ohren, Rücken, Oben- und Aussenseite der Beine sowie der Blume ist dunkel-sepia Braun. Diese satte dunkel-sepiabraune Farbe geht von der Schnauze und Rücken allmählich  in eine viel hellere Schattierung ohne Flecken oder Streifen an Backen, Stirn, Schulter, Flanken und Schenkel, über. Auch der Unterkiefer ist hell sepia-braun gefärbt. Ein 8 bis 10 cm breiter, tief gefärbter Rückenstreifen mit einem allmählichen Übergang in eine hellere sepia braune Schattierung ist erforderlich. Brust, unterseite der Schulter, Flanken, Schenkel und Bauch sind also hell sepia braun. Die Spürhaaren sind braun, die Krallen sind hornfarbig. Die Augenfarbe ist dunkelbraun, unter bestimmte Beleuchtung zeigt sie eine rote Glut vor. Je tiefer sich die Deckfarbe sich zur Wurzel ausstreckt (Zwischenfarbe), desto besser. Die Grundfarbe entspricht möglichst der Deck- und Zwischenfarbe, auch die Bauchfarbe soll beim Hineinblasen noch einigermaßen sepia-braun aussehen.


Marder - dunkelbraun:

Züchter: Wiebren Bijlsma

Die Farbe ist sehr dunkel in Sepia-braun, fast Schwarz, in Bezug auf den Kopf, Ohren, Beine, Blume wie auch den Rücken und  ungefähr dreiviertel der Flanken. Der Unterschied zu Schwarz soll jedoch deutlich durch eine rötliche braune Glut, die über dieser Farbe liegt, zu unterscheiden sein.  Am unteren Teil der Flanken geht die Farbe allmählich  in die Bauchfarbe über. Die Bauchfarbe und die Farbe an der unteren Flankenseite und Brust sind bedeutend heller schattiert, aber dunkler als Marder-braun. Die Deck- und Bauchfarbe sind frei von weißen oder anders gefarbten Haaren. Die Spürhaare sind braun-, die Krallen sind horn- bis dunkelhornfarbig. Die Augenfarbe ist dunkelbraun, unter Beleuchtung leuchtet sie eine rote Glut auf. Je tiefer die Deckfarbe sich zur Wurzel ausstreckt (Zwischenfarbe), desto besser. Die Grundfarbe entspricht möglichst der Deck- und Zwischenfarbe, auch die Bauchfarbe soll beim Hineinblasen noch einigermaßen sepia-braun aussehen.


Sallander:

Züchterin: Silly Knopper

Das Farbenmuster besteht aus Deckfarbe, Schleier und Bauchfarbe und umfasst den ganzen Körper. Die Bauchfarbe und der Schleier sind schwärzlich gefärbt und erstreckt sich über Schnauze, Ohren, Brust, die untere Seite der Schulter, Flanken, Hinterpartie, Obenseite der Blume, Beine und Bauch. Die Farbe des Schleiers verdünnt sich nach oben und ist am kräftigsten an Schnauze, Ohren und Bauch. Der Kopf ist, von Augen bis zur Ohrenwurzel, heller geschleiert. Der Schleier hat keine Unterbrechnung. Diesen Fehler findet man oft an der Brust und der unteren Seite der Schulter. Das Blumenende darf heller gefarbt sein, ebenso die Fusssohlen. Die Deckfarbe ist gebrochen weiß, die Haarspitzen sind schwärzlich getoppt, wodurch die Deckfarbe gleichsam mit einem dünnen braunschwarzen Schleier überzogen ist. Die Augen sind dunkelbraun, die Krallen sind hornfarbig. Die Spürhaaren sind dunkel gefarbt.


Mantelschecken:


Züchter: Chris Ruijters - Madagaska-bunt-weiß


Züchter: Andries Overwijk - Isabelle-weiß

Die Scheckenzeichnung (Mantelschecke) ist nicht scharf abgegrenzt. Der Rücken und Seiten sollen soviel wie möglich gefärbt sein. Auch der Kopf soll soviel wie möglich gefärbt sein, mit ganz gefärbten Ohren und Schnauze. Die Brust und die Vorderläufe sollen vorzugsweise ganz weiß sein. Die Hinterläufe und der Bauch sollen ganz  oder überwiegend weiß sein. Die Zeichnung soll symmetrisch sein. Gescheckte Tiere mit weißen Füßen haben Krallen ohne Pigment. sind also farblos.



Chinchilla:

Züchter: Zuchtgemeinschaft Bonder-Adriaans

Die Deckfarbe wird durch schwarze Haarspitzen (Grannenspitzen) an hellgrauen Deckhaaren gebildet. Je nachdem, ob eine regel- oder unregelmässige Verteilung dieser schwarze Haarspitzen vorliegt, gibt es regel- oder unregelmässige Grannenspitzen. Je unregelmässiger diese Grannenspitzen (Raupe) sind, desto besser. Die silbergraue Farbe mit schwarzen, wellenden Grannenspitzen erstreckt sich über Kopf, Ohren, Deck, Brust, Flanken, Vorderbeine und die Innenseite der Hinterbeine. Die obere Seite der Blume ist dunkel und hat schwarze Grannenspitzen, die Bauchfarbe und die Blumenunterseite sind weiß. Die Ohren sind tief schwarz umsäumt. Die Farbe 'Chinchilla' gehört zu den wildfarbigen, ihr fehlt der Gelbfaktor. Die Krallen sind dunkelhornfarbig, die Augenfarbe ist Dunkelbraun. Beim Hineinblasen ins Fell sieht man eine Rosette, geformt durch die dunkelblaue Grundfarbe, gefolgt von der Zwischenfarbe, die aus einem ungefähr dreiviertel Zentimeter breiten, perlweissen Ring gebildet wird, umringt durch einen weieren, schmalen schwarzen Ring. Darauf folgt die Deckfarbe, wie beschrieben.

Die Farben sind scharf abgezeichnet. Die blaue Grundfarbe soll breiter sein als der perlweissen Ring. Beim Hineinblasen in die Bauchfarbe sieht man eine blaue Grundfarbe.


Russenfarbig, scharz-weiß:
Kopfzeichnung: Die Schnauzzeichnung, die sogenannte 'Maske', soll die ganze Schnauzenpartie umfassen. Sie fängt mit der Mitte des Nasenbeins, ungefähr in Höhe der Augen, an. Sie formt eine gebogene Linie die, unter dem untersten Augenwinkel durch, ohne diesen jedoch zu berühren, in einer senkrechten Linie auf beiden Kopfseiten nach unten geht und sich bis über den Unterkiefer ausstreckt. Keinesfalls darf die Zeichnug am Nasenbein in einer scharfen Spitze enden. Auch eine 'abgeplatte Maske ist fehlerhaft. Die Musterform ist das stumpfes Ende eines Eies. Die Maske ist scharf begrenzt, ohne Rändelungen, Haken und Sprieten. Das Ganze ist frei von weisse Haaren, Durchsetzung und Rostanflug. Die Ohren sind tiefschwarz gefarbt und am Wurzel scharf begrenzt, frei von weisse Haaren, Durchsetzung und Rostanflug.
Körperzeichnung: (mit Läufe). Die Läufe, sowohl die Vörder- wie die Hinterläufe, sind rein schwarz. Die schwarze Farbe soll mindestens dreiviertel der Länge der Vörderläufe bekleiden, bei den Hinterläufe streckt diese Farbe sich aus bis 1 a 1 ½ cm über das Sprunggelenk (Hacke). Die Blume ist rein schwarz.



BDK - Musterbeschreibung

?Zwergwidder niederländischen Typs'

erstellt auf Basis des Niederländischen NHD - Standards

 

 

 Bewertungsskala

 

                        Pos. 1            Gewicht                                               20 Punkte

                        Pos. 2            Körperform, Typ und Bau                  20 Punkte

                        Pos. 3            Fell, Fellstruktur                                  15 Punkte

                        Pos. 4            Kopf, Behang, Krone                         15 Punkte

                        Pos. 5            Farbe *²                                               15 Punkte

                        Pos. 6            Unterfarbe *³                                       10 Punkte

                        Pos. 7            Kondition+Pflegezustand                    5 Punkte

                                               Gesamt                                            100 Punkte

 

Bei Abzeichen- und Zeichnungstieren:

*² Pos. 5                                Farbe und Unterfarbe

*³ Pos. 6                                Abzeichen/Zeichnung

 


1. Gewicht:

 Das Gewicht liegt zwischen 1100 und 1800 Gramm. Ideal sind 1450 bis 1500 Gramm.

 

  

Gewichtsbewertung

1,10

bis 1,2

bis 1,30

bis 1,40

1,40 bis 1,50

bis 1,65

bis 1,80 Höchstgewicht

16

17

18

19

20

19 

18 

 


2. Körperform und Bau:

Der niederländische Zwergwidder ein Widder deutschen bzw. französischen Typs in seiner Miniatur. Der Körper ist kurz und stämmig, ohne Hals, mit breiten Schultern und Brust. Der Hals ist kurz und kräftig entwickelt. Die Rückenlinie läuft vom Nacken in einer leichten Kurve durch die schön gerundete Hinterhand. Diese Linie verläuft von der Hinterhand bis zur gut anliegenden Blume in einem etwas steileren Bogen. Das Becken und die Hinterhand dürfen auf keinen Fall eckig ausgebildet sein. Die Beine sind muskulös, kurz und stark.

 3. Fell/Fellzustand:

Das Fell ist dicht, die Unterwolle weich und glänzend in ausreichender Menge. Die ideale Voraussetzung für die Ausstellung der Tierfelle ist ein vollständig durchhaarter Pelz ohne dünne Stellen oder gar Kahlstellen, ohne Filz. Beim Fellwechsel ist das abgestorbene Haar deutlich zu erkennen. Die Haare sind glanzlos, farblich verändert und fliegen herum.  Das Haar soll glänzend und fest verwurzelt sein.

4. Kopf und Behang:

Der Kopf ist gut ausgeprägt, breit zwischen den Augen, mit gut ausgeprägten Wangen und Nase. Das Nasenbein ist stark gekrümmt.
Behang: Die Ohrlänge beträgt zwischen 21 und 26 cm, ideal zwischen 23 und 24 cm. Die Ohren müssen von einem Ende des Ohres zum anderen gemessen werden. Die Ohren hängen senkrecht mit der Schallöffnung zum Kopf gedreht. Am Ende sind sie gut abgerundet zu einem Löffel geformt. Je dicker und stärker die Ohren, desto besser. Falten und Knicke sind Fehler. Am Ohransatz sollen zwei deutliche Erhebungen zu sehen sein, die ?Kronen' genannt werden.

 5. Deckfarbe bzw. Farbe:  

 Es werden alle Farben anerkannt.

Welche in den Grundfarben wären:

  1. Castor
  2. Schwarz
  3. Weiß                      (Rot- und Blauauge)
  4. Chinchilla
  5. Gelb
  6. Rot
  7. Feh
  8. Isabell
  9. Seal                        (schwarzbraun)
10. Blau
11. Blaugrau                (Opal)
12. Havanna                (madagaskarfarbig)

 Abzeichentiere:

1. russenfarbig            (blau, havannabraun, schwarz)
2. marderfarbig           (blau und braun)
3. Siamesen                (blau, gelb)
4. thüringerfarbig        (schwarz, blau, havannabraun)
5. Sallander                 (thüringer-chinchillafarbig)
6. lohfarben                  (blau, schwarz, braun, feh)
7. otterfarben               (blau, schwarz, braun, feh)
8. Schwarzgrannen
9. Weißgrannen

Schecken:

1. Mantelschecke                                                                     (zwei- und dreifarbig)
2. Königsmantelschecke, dreifarbige Kombischecke     (Punkt-/ Mantelschecke)
3. Holländer                                                                              (in allen Varianten)
4. Japaner/Harlekin                                                                 (blau-gelb, schwarz-gelb, feh-gelb, havannabraun-gold)
5. Rhönfärbig                                                                            (blau, schwarz, havannabraun, feh)
6. Westfalen-Schecke                                                             (Weißohren in allen Farben)

Weiße und farbige Tiere mit weißen Füßen haben farblose Nägel. Die anderen Farbenschläge haben dunkelhornfarbige Nägel.

Die Anforderungen hinsichtlich der Farbe/Deckfarbe sind gleich mit denen der    
Ursprungsrassen bzw. der Farbenzwerge, siehe auch die Beschreibung
der verschiedenen Farben (Quelle: NHD - Club).

6. Zwischen und Unterfarbe bzw. Zeichnung, Abzeichen:

Es werden alle Farben anerkannt.
Bei Abzeichen- und Zeichnungstieren soll Wert darauf gelegt werden, züchterisch eine symmetrische Verteilung der Zeichnung bzw. Abzeichen zu erreichen.

7. Kondition und Pflegezustand:

Es versteht sich von selbst, dass die Kaninchen auf einer Ausstellung oder Leistungsprüfung in bestem Zustand gebracht werden. Ein praller Körper, muskulös, mit anderen Worten, so hart wie Nägel. Kranke, zu dünne oder zu dicke Tiere sind nicht akzeptabel. Die Nägel sind parallel zu der Lauffläche, ohne das 'Leben' zu treffen, zu schneiden, einschließlich der Daumennägel. Das ganze Fell, die Füße, Ohren und Genitalien sollten sauber sein. Die Tiere sind frei von Filz. Das Auge muss klar und lebhaft sein. Die Tiere werden vielfach extensiv in Gruppen oder als Paar gehalten (artgerecht), kleine Kratzer und verheilte Bisswunden sind daher nicht zu vermeiden und werden nicht bestraft.

Leichte Fehler:

Geringfügige Abweichungen von Form und Widdertyp. Ohren, die nicht senkrecht nach unten hängen,  oder deren Schallöffnungen nicht vollständig dem Kopf zugekehrt sind. Kleine Falten in den Ohren. Etwas zu kurze oder zu lange Ohren. Nicht genug hufeisenförmiger Behang. Etwas dünne Ohren. Etwas wenig an der Spitze abgerundet. Etwas wenig entwickelte Kronen. Etwas geflammte Vorderbeine, schwach gefärbte Hinterbeine der Abzeichentiere. Geringfügige Abweichungen in der Farbe. Wenig Symmetrie der Zeichen/Abzeichen. Geringfügige Abweichungen in der gewünschten Zeichnung, alles weiß auf der Schnauze. Leichte Durchsetzung mit weißen oder falschfarbigen Haaren


Schwerwiegende Fehler:

Starke Abweichungen von Form und Widdertyp. Unförmige Ohren. Ständig aufrecht getragene Ohren (?schwebender Behang'). Mit der Schallöffnung nach vorne getragene Ohren (wie beim Englischen Widder).  Faltige Ohren. Ohren unter 21 oder über 26 cm. Fehlen der Hufeisenform des Behangs. Dünne, unzureichende Ohrstruktur. An der Spitze nicht abgerundete Ohren. Fehlende Kronen. Stark geflammte Vorderbeine, Unakzeptabel gefärbte Hinterbeine der Abzeichentiere. Große Abweichungen in der Farbe. Fehlende Symmetrie der Zeichen/Abzeichen. Große Abweichungen in der gewünschten Zeichnung, Kopf und Schnauze vollständig weiß. Starke Durchsetzung oder Büschel mit weißen oder falschfarbigen Haaren, bei Schecken starke Durchsetzung oder Fleckenbildung des Fellhaares  an den Ohren, die mehr als 4 cm von der Ohrwurzel entfernt sind. Falschfarbene oder fehlende Krallen.

 Anmerkung:

Unsere Niederländischen Zuchtfreunde zeigten in diesem Jahr auf der Champion Show 2010 (Nationale Kleintierausstellung) folgende Farben: 

Wildgrau, eisengrau, blaugrau, perlfeh, chinchillafarben, schwarzgrannenfarben, schwarz, havanna, blau, orange-rot (oranje), russenfarbig (schwarz-weiß), thüringer, isabella, sallander,

Mittelbraun-Marder, Dunkelbraun-Marder, Mittelblau-Marder, Siam, Otter/schwarz, Weiß RA und BA.

Mantelschecken: Chinchilla, grau, blau, schwarz, Isabella, Thüringer

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------



Musterbeschreibung in Anlehnung an den britischen Standard 

Ringgröße 'D' 

Der Cashmere Widder

1

Gewicht

20

2

Körperform, Bau

20

3

Kopf, Ohren, Krone

20

4

Fell

20

5

Farbe

15

6

Kondition, Pflege

5

 

Total

100

 

 

 

 

Gewicht

Das Maximalgewicht beträgt 2.375 kg.
Das Idealgewicht liegt bei 2,150 kg.
Das Mindestgewicht beträgt 1,800 kg.

 

Körperform, Bau

Der Körper des Cashmere Widders ist kurz und gut bemuskelt mit gut abgerundeter Hinterpartie und breiten Schultern, der Widder gibt im Gesamteindruck den Typ eines kompakten Kaninchens wieder.

  

 

Kopf, Ohren, Krone

Für beide Geschlechter typisch ist der ausgeprägte Widderkopf, der kurz und kräftig zu sein hat, eine breite, gut entwickelte Schnauzpartie und starke Kinnbacken sowie eine breite Stirn und eine schöne Ramsnase aufweist. Es soll kein Nacken sichtbar sein.

Der Behang besitzt an den Ohrenansätzen ausgeprägte Wulste (Krone) und wird hufeisenförmig, mit der Schallöffnung nach innen zum Kopf getragen.  Der Behang ist stabil im Gewebe und an den Enden gut abgerundet. Die ideale Länge des Behanges beträgt 25 bis 28 cm.

Die Augen sollen klar, leuchtend und lebendig sein.

 

 

Haarfell

Das Haarkleid ist dicht, die Deckhaare länger und starker als die Unterwolle mit vielen, starken Grannen. Die Haarlänge beiträgt 3,8 bis gut 5 cm länge. Die Haare dürfen kein Wollvlies bilden, sie dürfen nicht gewellt sein, und nicht matt wirken. Die Haare sollen natürlich herabfallen. Die Haare sollen gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt sein, Gleichmäßigkeit geht vor Haarlänge.

  

 

Farben

  

  

  

Anerkannte Farben:

  • Einfarbig: Weiß RA+BA, Schwarz, Blau, Havanna,
  • Wildfarben - Wildgrau, Chinchilla, Opal, Squirrel (Eichhörnchen)
  • Gezeichnet: Siamese gelb, Siamese blau, Weißgrannen, Isabell, Gelb, Eisengrau, Russenfarben
  • Lohabzeichen: Loh (schwarz, blau, braun, feh), Marder (blau, braun), Otter (schwarz, braun, blau, feh).
  • Andere Farben: burgunderfarben, Rot, Punktschecken.

Alle anderen Farben bereits anerkannter Rassen möglich.

Für die Bewertung sind die Beschreibungen

 der Farbenschläge bzw.

Zeichnungs-/Abzeichenarten

der Ausgangsrassen maßgeblich.

  

 

Kondition, Pflege

Siehe »Allgemeines«. Ausstellungskondition und gute Pflege wird vorausgesetzt. Kein Schmutz - beschnittene Krallen - saubere Geschlechtsecken. Die Tiere werden vielfach extensiv in Gruppen oder als Paar gehalten (artgerecht), kleine Kratzer und verheilte Bisswunden sind daher nicht zu vermeiden und werden nicht bestraft.

 

 

 

 

Leichte Fehler

Siehe Allgemeines.

Weiß oder andersfarbig durchsetztes Fell.

Weiße bzw. farblose Krallen bei farbigen Läufen.

 

 

Schwere Fehler

Mehr als 2,375 kg, ausgewachsene Tiere unter 1,8 kg. Erhebliche Abweichungen vom geforderten Typ, Fell, Farbe, kranke oder missgebildete Tiere.

 

 

Ringgröße 'C' 

Der Cashmere Zwergwidder
(Cashmere Mini Lop) 

1

Gewicht

20

2

Körperform, Bau

20

3

Kopf, Ohren, Krone

20

4

Fell

20

5

Farbe

15

6

Kondition, Pflege

5

 

Total

100

 

 

 

 

Gewicht

Das Maximalgewicht beträgt 1,6 kg.
Das Idealgewicht liegt bei 1,5 kg.
Das Mindestgewicht beträgt 1,1 kg.

 

Körperform, Bau

Der Körper des Cashmere Zwergwidders ist kurz und gut bemuskelt mit gut abgerundeter Hinterpartie und breiten Schultern, der Widder gibt im Gesamteindruck den Typ eines kompakten Kaninchens wieder. Die Brust ist breit und tief. Die Vorderbeine sind dick, kurz und stark. Die Hinterläufe sind kurz, stark, kraftvoll und stehen parallel zum Körper. Die Blume ist kräftig, gerade und gut behaart.

  

 

Kopf, Ohren, Krone

Für beide Geschlechter typisch ist der ausgeprägte Widderkopf, der kurz und kräftig zu sein hat, eine breite, gut entwickelte Schnauzpartie und starke Kinnbacken sowie eine breite Stirn und eine schöne Ramsnase aufweist. Es soll ein kleiner Nacken sichtbar sein.

Der Behang besitzt an den Ohrenansätzen ausgeprägte Wulste (Krone) und wird hufeisenförmig, mit der Schallöffnung nach innen zum Kopf getragen.  Der Behang ist stabil im Gewebe und an den Enden gut abgerundet. Die ideale Länge des Behanges beträgt 21 bis 26 cm, ideal sind 23 bis 24 cm.

Die Augen sollen klar, leuchtend und lebendig sein.

 

Haarfell

Das Haarkleid ist dicht, die Deckhaare länger und starker als die Unterwolle mit vielen, starken Grannen. Die Haarlänge beiträgt 3,8 bis gut 5 cm Länge. Die Haare dürfen kein Wollvlies bilden, sie dürfen nicht gewellt sein, und nicht matt wirken. Die Haare sollen natürlich herabfallen. Die Haare sollen gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt sein, Gleichmäßigkeit geht vor Haarlänge.

  

 

Farben

  

  

  

Anerkannte Farben:

  • Einfarbig: Weiß RA+BA, Schwarz, Blau, Havanna,
  • Wildfarben - Wildgrau, Chinchilla, Opal, Squirrel (Eichhörnchen)
  • Gezeichnet: Siamese gelb, Siamese blau, Weißgrannen, Isabell, Gelb, Eisengrau, Russenfarben
  • Lohabzeichen: Loh (schwarz, blau, braun, feh), Marder (blau, braun), Otter (schwarz, braun, blau, feh).
  • Andere Farben: burgunderfarben, Rot, Punktschecken.

Alle anderen Farben bereits anerkannter Rassen möglich.

Für die Bewertung sind die Beschreibungen

 der Farbenschläge bzw.

Zeichnungs-/Abzeichenarten

der Ausgangsrassen maßgeblich.

  

 

Kondition, Pflege

Siehe »Allgemeines«. Ausstellungskondition und gute Pflege wird vorausgesetzt. Kein Schmutz - beschnittene Krallen - saubere Geschlechtsecken. Die Tiere werden vielfach extensiv in Gruppen oder als Paar gehalten (artgerecht), kleine Kratzer und verheilte Bisswunden sind daher nicht zu vermeiden und werden nicht bestraft.

 

 

 

 

Leichte Fehler

Siehe Allgemeines.

Weiß oder andersfarbig durchsetztes Fell.

Weiße bzw. farblose Krallen bei farbigen Läufen.

 

 

Schwere Fehler

Mehr als 1,6 kg, ausgewachsene Tiere unter 1,1 kg. Erhebliche Abweichungen vom geforderten Typ, Fell, Farbe, kranke oder missgebildete Tiere.