Beschreibung Teddyzwerge   

Da es eine sehr junge Rasse ist, ist der Teddy weder beim ZDRK noch beim BDK offiziell anerkannt und es treten häufig noch Abweichungen von dem sich gedachten Zuchtziel (Idealmasse) auf. Teddyzüchter sind in Deutschland seit 2004 im Teddykaninchen Club und seit 2008 auch im Teddy - Club - Europaweit organisiert.

Der Teddy ist wohl das haarigste und buschigste Zwergkaninchen mit Ausnahme der Angorakaninchen. Das Fell eines Teddyzwergkaninchens ist am ganzen Körper 6-10cm lang - dabei gilt: je dichter und pflegeleichter das Fell desto besser.
Bei dieser Liebhaberrasse muss man sich aber durchaus im Klaren sein, das das Fell sehr pflegeaufwendig ist. Es sollte mindestens 1-2 Mal in der Woche kräftig gebürstet werden damit es nicht verfilzt, denn Teddys neigen bei nicht ausreichender Fellpflege schnell dazu. Die ersten Teddykaninchen fielen Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts aus Würfen von
Löwenzwerge, vermutlich mit eingekreuzten Angora.

Eine Vergleichsuntersuchung von Angora-, Fuchs-, Bart-, Löwen- (Typ 1 und 2), Angoralöwen- und Teddykaninchen soll im Laufe des nächsten Jahres Klarheit über die unterschiedlichen Haarstrukturen, die Herkunft der Mähnen, der Haarverteilung und der Genetik erbringen. Dabei werden die Haarstruktur und die Genetik durch Fachleute untersucht werden.

Kleine Fellknötchen sollten vorsichtig mit einem grob gezahnten Kamm entfernen werden, stärkere Verfilzungen sollten mit äußerster Vorsicht mit einer Schere herausgeschnitten werden, aber aufpassen das man das Tier nicht verletzt oder gar schneidet. Der Teddy hat eine lockere und dünne Haut, Stellen an denen sich besonders gerne Filzbällchen bilden sind der Nacken unter dem Bauch und am Hinterteil.

Das Zuchtziel dieser Rasse ist es: die Ohren sollten aufrecht stehen und sollen in Anlehnung an die Richtlinien nicht zu lang sein um die 5,5-6,3 cm.

Sie erreichen ein Gewicht von 900-1750 g, und gehören daher zu den kleinen Kaninchenrassen. Das Idealgewicht liegt bei einem Teddyzwerg bei 1350 g. Häsinnen, die unter 1000 g wiegen sollten besser nicht zur Zucht eingesetzt werden, denn eine zu kleine Häsin z.b.900-1000 g kann sich bei der Geburt sehr schwer tun, oder kann ihre Jungen oft nicht aus eigener Kraft gebären, so dass es den Tod der Häsin und ihrer ungeborenen Jungen zur Folge haben kann. Deshalb sollte eine Zuchthäsin möglichst mindestens 1000 g wiegen besser noch 1200 g. Das ideale Gewicht eines ausgewachsenen Rammlers sollte zwischen 1000 und 1350 g liegen. Sollte der Rammler zu klein sein ist dies nicht so dramatisch, allerdings sollte man ihn auch nicht gerade mit einer ebenfalls recht kleinen Häsin verpaaren. Bei der Fellfarbe: Teddys gibt es in allen Farben. Teddyzwerge erfreuen sich immer mehr an Beliebtheit, ihr ruhiges Wesen zeichnet die kleinen Fellbomben aus. Ansonsten gelten für Teddys die Gleichen Haltungsbedingung wie auch bei allen anderen Kaninchen. Viel Auslauf am besten draußen im Freigehege in Gruppen fühlen sich Kaninchen am wohlsten.

Während der ersten Phase des Anerkennungsverfahrens - zwei Jahre - werden einige Bestimmungen der Musterbeschreibung absichtlich großzügiger definiert, um so eine Festigung des vorhandenen Tierbestands zu erreichen. Dies betrifft insbesondere das Gewicht sowie Zeichnung und Abzeichen.

  

Vermutliche genetische Formel für ein wildfarbenes Tier:

 ABCDGMv

 

  Musterbeschreibung befristet für 2 Jahre:

Bewertungsskala

1. Gewicht

20 Punkte

2. Körperform, Typ und Bau

20 Punkte

3. Fellhaar

15 Punkte

4. Kopf und Ohren

15 Punkte

5. siehe Bewertungsspiegel

15 Punkte

6. siehe Bewertungsspiegel

10 Punkte

7. Pflegezustand

   5 Punkte

 

 

 

100 Punkte

  

Gewichtsbewertung

0,90         bis 1,00      bis 1,10    1,10 bis 1,35     bis 1,50      bis 1,60       bis 1,75 kg

17           18               19              20                19                18                17 Punkte

1. Gewicht

Normalgewicht über 1,1 bis 1,35 kg. Mindestgewicht 0,90 kg, Höchstgewicht 1,75 kg. Die Teddyzwerge sind ausgesprochene Zwergkaninchen. Um einerseits einem allzu intensiven Zwergwuchs uns des damit verbundenen Letalfaktors vorzubeugen und andererseits den Typus eines Zwergkaninchens vollendet zu erhalten, gilt als Normalgewicht ausgewachsener Zuchttiere ein solches zwischen 1,1 und 1,35 kg.

 

2. Körperform, Typ und Bau

Als ausgesprochene Zwergkaninchen weichen die Teddyzwerge im Typ ganz erheblich von den übrigen Rassen ab. Die Körperform ist gedrungen, walzenförmig, vorne und hinten gleichmäßig breit. Der Rumpf ist kurz und die Hinterpartie gut abgerundet.

Die kurzen Läufe sind dem Zwergtyp angepasst. Die Blume ist klein und liegt fest am Körper an. Der Körper der Häsin unterscheidet sich von dem des Rammlers kaum und ist wie der des Rammlers von jeglichem Wammenansatz frei.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Leichte Abweichungen vom Typ, insbesondere leicht verjüngte oder leicht gestreckte Form.
Schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«. Insbesondere stark vom Typ abweichender schmaler und lang gestreckter Rumpf. Wammenansatz bei beiden Geschlechtern.

 
3. Fellhaar

Das Fell eines Teddyzwergkaninchens ähnelt dem eines Angorakaninchens ohne Ohrpüschel und ohne die für Löwenzwerge übliche Mähnenbildung. Es ist am ganzen Körper gleichmäßig 6-10cm lang - dabei gilt: je dichter und pflegeleichter das Fell desto besser.

Leichte Fehler:
siehe Angora und Jamora.
Schwere Fehler: Ohrpüschel, Haarverteilung und Mähnenbildung des Löwenzwerges.

 


4. Kopf und Ohren

Im Verhältnis zur Kleinheit des Tieres ist der Kopf groß und tritt markant in Erscheinung. Er ist kurz und kräftig, Stirn und Schnauzpartie sind breit. Der Kopf sitzt dicht am Rumpf. Die Augen sind groß und treten etwas hervor. Der Kopf der Häsin tritt ebenfalls markant in Erscheinung. Er wirkt im Gegensatz zu Farbenzwergen durch die Backenbehaarung wuchtiger.

Die Ohren sind, der Zwergform entsprechend, relativ kurz, sollen aber dennoch in einem harmonischen Verhältnis zur Größe des Kopfes und des Rumpfes stehen. Als ideal gilt eine Ohrenlänge von 6 cm je nach Größenrahmen des Tieres. Die Mindestlänge beträgt 4,75 cm, die Höchstlänge 7,5 cm. Die Ohren sollen von vorne gesehen, ein ?V' bilden. Sie sollen, der Zwergrasse entsprechend, kräftig und fest im Gewebe und oben schön abgerundet sein.

Leichte Fehler: Nicht entsprechend ausgeprägte Kopfbildung. Tief liegende Augen. Etwas lange Ohren über 6 cm bis zur Höchstlänge von 7,5 cm: Abzüge je nach Grad der Abweichung und nach Gesamterscheinungsbild - in der Regel für jeden halben Zentimeter ein Punktabzug. Etwas grob erscheinende Ohren; breit getragene Ohren; dünne, faltige oder spitze Ohren.
Schwere Fehler: Häsinnenkopf beim Rammler; ausgeprägter Rammlerkopf bei der Häsin. Zu kurze Ohren unter 4,75 cm oder zu lange Ohren über 7,5 cm. In der Haltung stark abweichende, sehr dünne oder zu grob strukturierte Ohren.


5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit, Zeichnung bzw. Abzeichen

Anerkannt sind alle in den Normalhaarrassen anerkannten einfarbigen Farbenschläge, dazu Tiere in Bi- und Tri- Color. Die Anforderungen der Ausgangsrassen sind mit Rücksicht auf das Langhaar der Teddyzwerge sinngemäß anzuwenden. Bei Bi- und Tri-Color ist auf eine gleichmäßige Verteilung der Farben zu achten, wenn ein Aalstrich gezeigt wird, soll dieser vom Nacken bis unmittelbar vor der Blume gleichmäßig und durchgängig vorhanden sein.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.
  

6. Farbe bzw. Zwischen- und/oder Unterfarbe

Anzuwenden sind die entsprechenden Forderungen der betreffenden Ausgangsrassen unter Berücksichtigung des folgenden Bewertungsspiegels und der besonderen Anforderungen an das Fellhaar der Teddyzwerge.
Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten ebenfalls prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.  

  

7. Pflegezustand Siehe »Allgemeines«. Ausstellungskondition und gute Pflege wird vorausgesetzt. Kein Filz - beschnittene Krallen - saubere Geschlechtsecken. Die Tiere werden vielfach extensiv in Gruppen gehalten (artgerecht), kleine Kratzer und verheilte Bisswunden sind daher nicht zu vermeiden und werden nicht bestraft.

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Beschreibung Teddywidder

Der Teddywidder ist im Gegensatz zum Teddyzwerg etwas größer und schwerer. Das Gewicht eines ausgewachsenen Teddywidder liegt zwischen 1300 bis 2000 Gramm.  Bei der Häsin beträgt das Idealgewicht 1600 bis 1900 Gramm, beim Rammler liegt es zwischen 1500-1800 Gramm.

In Bau und Form sollen die Teddywidder den typischen Zwergwidder darstellen und dem Standard des Zwergwidders entsprechen. Das Aussehen der Teddywidder soll kurz und gedrungen sein. Die Schultern sind breit und von mittlerer Höhe. Sie haben einen wuchtigen, von vorn bis hinten gleichmäßig breiten, kurzen Körper mit gut gerundetem Becken und kräftigen Nacken. Die Läufe sind kurz und nicht zu fein.

Der Kopf ist deutlich als Ramskopf ausgebildet, d.h., im Profil lässt sich eine deutliche Wölbung an Stirn und Nasenpartie erkennen. Der Kopf kurz, kräftig, ausgeprägt und mit breiter Schnauzenpartie sowie ausgeprägten Kinnbacken. Im Vergleich zum Körper ist der Kopf wuchtig und auffällig. Bei Häsinnen sieht der Kopf etwas schnittiger aus. Ansonsten unterscheiden sich Häsin und Rammler aber nur gering.

Eine Besonderheit der Teddywidder sind die Kronen. An den Ansätzen der Ohren befinden sich Wülste, welche als Kronen bezeichnet werden. Die Ohren hängen hufeisenförmig vom Kopf herab, die Schalenöffnungen sind nach innen gerichtet. Die Ideale Ohrenlänge beträgt 24-26 cm. Gemessen von Ohrspitze bis Ohrspitze.

Beim Fell gilt auch beim Teddywidder: je dichter desto besser. Eine schnelle Verfilzung des Fells soll möglichst vermieden werden.

Alle Farbenschläge sind zulässig. Die Augen können je nach Farbschlag braun, blau, blau-grau oder ganz rot sein.

Man sollte einem Teddywidder bis zum 4.-5. Monat Zeit geben, bis die Ohren perfekt hängen. Die Qualität der Ohren und des Fells ist abhängig von den Linien, wie er gezogen ist.

Während der ersten Phase des Anerkennungsverfahrens - zwei Jahre - werden einige Bestimmungen der Musterbeschreibung absichtlich großzügiger definiert, um so eine Festigung des vorhandenen Tierbestands zu erreichen. Dies betrifft insbesondere das Gewicht sowie Zeichnung und Abzeichen.

  

Vermutliche genetische Formel für ein wildfarbenes Tier:

 ABCDGMv

 

Musterbeschreibung befristet für 2 Jahre:

  Bewertungsskala

1. Gewicht

20 Punkte

2. Körperform, Typ und Bau

20 Punkte

3. Fellhaar

15 Punkte

4. Kopf und Ohren

15 Punkte

5. siehe Bewertungsspiegel

15 Punkte

6. siehe Bewertungsspiegel

10 Punkte

7. Pflegezustand

   5 Punkte

 

 

 

100 Punkte

 

 

 

 

 

 

  

1. Gewicht Normalgewicht über 1,50 bis 2,0 Kg. Mindestgewicht 1,20 Kg. Höchstgewicht 2,25Kg. 

  

Gewichtsbewertung

1,20

bis 1,30

bis 1,40

bis 1,50

1,50 bis 2,0

bis 2,10

bis 2,25 Höchstgewicht

16

17

18

19

20

19 

18 

 

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist kurz gedrungen, breitschultrig und mit einer schönen Rückenlinie, einem breiten, gut abgerundeten Becken und einem kurzen, kräftigen Nacken ohne sichtbaren Hals versehen. Die Läufe sind kurz und mittelstark. Die Häsin ist etwas feiner als der Rammler und frei von jeglichem Wammenansatz.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Leichte Abweichungen vom Typ, insbesondere leicht verjüngte oder leicht gestreckte Form.
Schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«. Insbesondere stark vom Typ abweichender schmaler und lang gestreckter Rumpf. Wammenansatz bei beiden Geschlechtern.

3. Fellhaar

Das Fell eines Teddyzwergkaninchens ähnelt dem eines Angorakaninchens ohne Ohrpüschel und ohne die für Löwenzwerge übliche Mähnenbildung. Es ist am ganzen Körper gleichmäßig 6-10cm lang - dabei gilt: je dichter und pflegeleichter das Fell desto besser.

Leichte Fehler:
siehe Angora und Jamora.
Schwere Fehler: Ohrpüschel, Haarverteilung und Mähnenbildung des Löwenwidders, schwere Filzbildung.


4. a) Kopfbildung

Für beide Geschlechter typisch ist der ausgeprägte Widderkopf, der kurz und kräftig zu sein hat, eine breite, gut entwickelte Schnauzpartie und starke Kinnbacken sowie eine breite Stirn und eine schöne Ramsnase aufweist.

Leichte Fehler: Wenig entsprechend den Rasse - und Geschlechtstyp ausgeprägte Kopfbildung.
Schwere Fehler: Völliges Fehlen des Widderkopftyps; Häsinnenkopf beim Rammler; ausgeprägter Rammlerkopf bei der Häsin.

4. b) Behang

Der Behang besitzt an den Ohrenansätzen ausgeprägte Wulste (Krone) und wird hufeisenförmig, mit der Schallöffnung nach innen zum Kopf getragen.  Der Behang ist stabil im Gewebe und an den Enden gut abgerundet. Die Länge des  Behanges beträgt 22 - 28 cm.

Leichte Fehler: Schwach entwickelte, flache Krone. Schwache, dünne, zusammengefaltete Ohren. Schlecht getragener oder abstehender (schwebender) Behang. Etwas kurzer oder langer, nicht zur Körpermasse passender Behang.
Schwere Fehler: Zeitweiliges Aufrechttragen eines oder beider Ohren; weniger als 22 cm oder mehr als 28 cm Behanglänge.

 

5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit, Zeichnung bzw. Abzeichen

Anerkannt sind alle in den Normalhaarrassen anerkannten einfarbigen Farbenschläge, dazu Tiere in Bi- und Tri- Color. Die Anforderungen der Ausgangsrassen sind mit Rücksicht auf das längere Haar der Teddywidder sinngemäß anzuwenden. Bei Bi- und Tri-Color ist auf eine gleichmäßige Verteilung der Farben zu achten, wenn ein Aalstrich gezeigt wird, soll dieser vom Nacken bis unmittelbar vor der Blume gleichmäßig und durchgängig vorhanden sein.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.
 

6. Farbe bzw. Zwischen- und/oder Unterfarbe

Anzuwenden sind die entsprechenden Forderungen der betreffenden Ausgangsrassen unter Berücksichtigung des folgenden Bewertungsspiegels und der besonderen Anforderungen an das Fellhaar der Teddywidder.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten ebenfalls prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.  


7. Pflegezustand

  

Siehe »Allgemeines«. Ausstellungskondition und gute Pflege wird vorausgesetzt. Kein Filz - beschnittene Krallen - saubere Geschlechtsecken. Die Tiere werden vielfach extensiv in Gruppen gehalten (artgerecht), kleine Kratzer und verheilte Bisswunden sind daher nicht zu vermeiden und werden nicht bestraft.